Die Rallye-Fahrer Jonas Burjakow und Amelie Peetz vom OC Naila sahen sich am 22. August mit der bitteren Realität des Rallye-Sports konfrontiert. Beim fünften und sechsten Lauf des ADAC Clubsport Rallye Sprint Cups Süd im Vogtland, zwischen Leubnitz und Rößnitz, mussten sie sich wechselhaften Bedingungen stellen. Nach drei gewerteten Läufen belegten sie in der Tageswertung Rang elf von 14. „Es war das erste Mal für mich auf so einer großen Wertungsprüfung und vor allem der ständig wechselnde Untergrund war eine riesige Herausforderung“, blickt Burjakow zurück. Sie mussten neben der engen Strecke vor allem nasse Stellen auf dem Asphalt meistern. Letzteres sei ihnen fast zum Verhängnis geworden, meint der 18-Jährige.
Bekanntes Rallye-Team aus Naila gibt Idee für den Einstieg in den Sport
Beide nehmen in diesem Jahr erstmals am Sprint Cup teil. Während er den Citroën DS3 R1 lenkt, ist die 15-jährige Amelie Peetz für den Aufschrieb verantwortlich. Kennengelernt haben sie sich über den Jugendkartslalom. Die Idee in den Rallye-Sport einzusteigen kam über das DRM-Duo Kilian Nirenz/Milena Raithel. Das Angebot des ADAC über den Sprint Cup den kostengünstigen Einstieg in den Sport zu nehmen, kam ihnen dabei wie gerufen. „Wir haben Anfang des Jahres am Sichtungslehrgang und an der Rallye-Schule teilgenommen und es hat uns sofort gepackt“, so Burjakow. Danach folgten Cups mit jeweils zwei Läufen in Bopfingen, Ebern und letztlich in Rößnitz. Für beide sei diese Saison ein reines Jahr zum Lernen. „Unser bisheriger Erfolg ist, dass wir, noch nie Letzter waren, noch keinen Unfall hatten und uns von Veranstaltung zu Veranstaltung steigern“, berichtet er.
Team aus Höchstadt ist ohne Motorsporterfahrung erstmals bei der Serie dabei
Auch Daniel Jacoby und Katrin Eckardt vom AC Höchstadt/Aisch sind in dieser Saison erstmals dabei. Anders als die anderen Teams im Feld starteten sie als einziges Team ganz ohne vorherige Motorsporterfahrung. Nach Getriebeschaden und Punktverlust in Ebern sind sie in Rößnitz mit eher niedrigen Erwartungen in den Tag gestartet. Am Ende beendeten sie den Tag auf Rang 13. „Mit unserer Platzierung sind wir grundsätzlich zufrieden. Unser wichtigstes Ziel war, sauber durchzukommen, weitere Erfahrungen zu sammeln und das Auto heil ins Ziel zu bringen. Das ist uns gelungen.“
Automobilclub Hof hat den Sprint Cup im Vogtland organisiert
Der Automobilclub Hof hat zum dritten Mal die Organisation des Clubsport Rallye Sprint Cups Süd für den ADAC Nordbayern im Vogtland übernommen. Und vertieften dabei auch die Zusammenarbeit mit dem Feuerwehrverein Rößnitz indem der Sprint Cup und das Angebot von Rallye-Taxifahrten erstmals im Festprogramm des parallel stattfindenen 33. Turmfests dabei war. Ganz ohne Schwierigkeiten blieb der Tag für den Hofer Club allerdings nicht. Der Motorschaden eines Taxifahrers wirbelte unglücklich den vorgesehenen Ablauf des Sprint Cups durcheinander. Doch auch dafür hatte der AC Lösungen parat: Die circa 40 Streckenposten verbrachten ihre Mittagspause an der Strecke. Später kam auch noch ein Rennteam von der Straße ab, sodass der sechste Lauf verkürzt zu Ende gebracht wurde. Über den Tagessieg konnten sich Sebastian Nöhammer (MSC Fürstenzell) und Leo Perstorfer (MSC Emmersdorf) freuen.
Burjakow/Peetz und Jacoby/Eckardt gehen in den Saisonendspurt
Am 19. September finden in der Kiesgrube Zöls in Fürstenzell die letzten beiden Läufe des ADAC Clubsport Rallye Sprint Cups Süd statt. Im Oktober treten dann die besten vier Teams sowie das beste Juniorteam der drei ADAC-Regionen zu den Finals an. In Fürstenzell werden Burjakow/Peetz und Jacoby/Eckardt starten. Burjakow: “Da wird nochmal alles anders, aber genau darauf freuen wir uns.” Jacoby: “Dort geht es auf Schotter, und wir hoffen vor allem auf richtiges Rallye-Spektakel mit Staub oder Matsch.”
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