„Ich werde jedes Jahr hier sein“: Downhill-Legende richtet den WSV Erlbach nach Absage des 5. Mountainbike-Riesenslaloms wieder auf

Hans-Jürgen Wurlitzer (Pro Bike Team Oelsnitz), im Hintergrund ist die Vogtlandpiste präpariert für den 5. Mountainbike-Riesenslalom im Skigebiet Erlbach-Kegelberg zu sehen. Foto: Johannes Schmidt

Eigentlich wollte Downhill-Fahrer Hans-Jürgen Wurlitzer am Vormittag des 16. Augusts beim fünften Mountainbike-Riesenslalom die Vogtlandpiste am Kegelberg runtersausen. Doch daraus wurde nichts: Der WSV Erlbach hatte den Wettkampf aufgrund der geringen Teilnehmerzahl am Vortag abgesagt.

Nur 17 Anmeldung erhielt der WSV Erlbach für den diesjährigen Wettkampf
Waren es im Vorjahr noch über 30 Anmeldungen, gab es laut WSV-Vereinsvorsitzenden Norbert Dick diesmal nur 17. Das Rennen trotz der wenigen Anmeldungen durchzuführen, kam für sie nicht infrage. „Wir haben schon den Anspruch, wenn wir das machen, das so zu machen wie auch die Winterwettkämpfe“, sagte er. Heißt: Ein Wettkampf mit Torrichtern, Zeitnahme und Sprecher, der für alle Vorbereitung für den Winter sei. Warum sich nicht mehr meldeten, insbesondere alpine Vereine Sachsens das Angebot nicht annahmen, sorgte für Fragezeichen beim WSV. Dieser nutzte den am 16.8. stattgefundenen Bergsommer an der Berghütte, um sich erste Gedanken über die Zukunft des Mountainbike-Riesenslaloms zu machen.

Erfahrener Wettkampfteilnehmer meint: „Diese Strecke kann jeder fahren”
In der Mittagssonne zog es auch Hans-Jürgen Wurlitzer an die Berghütte. Der 69-Jährige kam mit Bike und in seinem farbenfrohen Rennanzug an. Gekommen war er nicht, um die Rennstrecke abzufahren, sondern die Aussicht zu genießen und den geknickten Veranstalter aufzurichten. Er schätzt und weiß um die viele harte Arbeit, die der WSV in den Wettkampf gesteckt hat und stellte auf Nachfrage klar, dass die geringe Teilnehmerzahl nicht auf die Schwierigkeit der Strecke zurückzuführen sei. „Diese Strecke kann jeder fahren. Da fahren hier Vierjährige runter. Das kann man nur wirklich bewundern, wie die da durchziehen”, sagte er. Als einen möglichen Grund für die geringe Resonanz nannte er den heißen Sommer.

Wurlitzer will jedes Jahr an die Berghütte kommen
Indessen hofft Wurlitzer auf die sechste Auflage: „Und wenn das nächstes Jahr wieder ausfällt, ich werde jedes Jahr hier sein, freue mich mit allen, die es vorbereitet haben, dass sie überhaupt den Mut gefasst haben, zu sagen: ‚Komm, wir machen dieses Jahr wieder was‘“. Er unterhielt sich am 16.8. noch lange mit dem WSV. Dieser konnte nach seinen aufmunternden Worten und Lösungsvorschlägen dem gebrauchten Tag doch noch etwas erfreuliches abgewinnen.


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