10 Jahre Sperkenfront: „Heute habt ihr uns wieder aus dem Loch gesungen“

Die Sperkenfront feiert den VSV Oelsnitz nach einem Heimspiel. Foto: Johannes Schmidt

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Bei der heutigen Begegnung des Volleyball-Regionalligisten VSV Oelsnitz gegen den VSV Jena II um 19 Uhr in der Sporthalle Oelsnitz wird die Sperkenfront die Oelsnitzer so lautstark wie noch nie unterstützen. Die organisierte Fanszene wird in diesem Jahr 10 Jahre alt. Für den heutigen Abend haben sie sich Großes vorgenommen, um ihr Jubiläum zu unterstreichen.

Wie die Sperkenfront heute Abend feiern will
„Am Samstag dürfen sich die Zuschauer auf die bisher größte Choreo der Sperkenfront freuen. Wir haben die letzten Monate unendliche Stunden für diese Choreo investiert”, kündigt Nils Winkler von der Sperkenfront an und erwartet eine absolut volle Halle, “Wir haben viele alte Weggefährten eingeladen, mit uns unser 10-Jähriges zu feiern.” Für Winkler wird dies ein besonderer Abend werden, wird der 31-Jährige das letzte Mal aus dem Fanblock als Vorsänger die Richtung vorgeben. “Ich werde den Platz für die Jugend freimachen”, kündigt er an.

So nahm alles seinen Lauf
Nils Winkler, auch Winni genannt, spielte wie die anderen Mitglieder der ersten Stunde im Jahr 2016 beim SV Merkur Oelsnitz. Nach den samstäglichen Heimspielen ließen sie den Spieltag gemütlich ausklingen und da die Volleyballer des VSV Oelsnitz am Abend dann ihre Heimspiele austrugen, entstand an einem Abend die Idee, gemeinsam in die angrenzende Sporthalle zu gehen. “Daran haben wir dann Gefallen gefunden und sind immer öfter in die Halle zum VSV”, erinnert sich Winni zurück.

Die Stimmung hat sich in den ersten Jahren noch nicht so sehr entwickelt und war sporadischer Natur. “Ab und zu wollten wir bisschen unsere Fußballmentalität einstreuen. Wie zum Beispiel das sogenannte „Pöbeln“. Da sind wir sehr schnell auf Gegenwind gestoßen und uns wurde direkt gezeigt, wo wir hier sind. Das haben wir auch akzeptiert und haben uns an die Volleyball-Traditionen und Fairness gewöhnt. Liebe Grüße an Matthias Hanitzsch (VSV-Hallensprecher, Anm. d. Red.) in dem Fall. Er hat uns erzogen, was das angeht.”

Der Durchbruch in der VSV-Aufstiegssaison in die 3. Liga
Einen entscheidenden Entwicklungsschub erlebte die Fanszene in der Saison 2021/22. Damals spielte der VSV Oelsnitz um den Aufstieg in die 3. Liga und sicherte sich schließlich die Meisterschaft. “Da hat es angefangen, dass wir eigene Lieder gesungen haben und das traditionelle Anfeuern beim Volleyball etwas geändert haben. Wir sind aber nur auf positive Reaktion gestoßen. Um Tim Neuber (damaliger Kapitän des VSV, Anm. d. Red.) des Öfteren zu zitieren: „Heute habt ihr uns wieder aus dem Loch gesungen.“”, berichtet Nils Winkler stolz.

2022 bemalten sie ihre Sperkenfrontfahne, es folgten immer größere Choreografien, die Fanszene wuchs weiter und egal, wo der VSV in der 3. Liga auswärts aufschlug: Eine Vertretung der Sperkenfront war vor Ort. Auch nach dem Abstieg in die Regionalliga am Ende der Saison 2024/25 riss die Unterstützung für die Oelsnitzer Volleyballer nicht ab. Abseits des Feldes organisiert die Sperkenfront Weihnachtsfeiern für jedermann und Volleyball-Freizeitturnieren um den „Habichtcup“, welches sie im nächsten Jahr wieder organisieren wollen.

Am Samstagabend um 19 Uhr unterstreicht die Sperkenfront erst einmal ihr zehnjähriges Bestehen. Unabhängig vom Ausgang des Spiels der Oelsnitzer gegen VSV Jena II wird die organisierte Fanszene sowohl sich selbst als auch ihre Mannschaft um Trainer Alexander Krug feiern.


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