Emotionale Einweihung der Vogtlandschanzen vor Sachsens Ministerpräsident: „Hier beginnt der Weg eines Skispringers“

Die Nachwuchsschanzen in Mühlleithen tragen nun den Namen von Ulrike Gräßler, Heinz Wosipiwo, Henry Glaß und Klaus Ostwald tragen (von links).

Es war ein historischer Moment: Die vier neuen Vogtlandschanzen in Mühlleithen wurden am 24. Januar im Rahmen der sächsischen Landesjugendspiele offiziell geweiht. Der Höhepunkt war die Benennung der Schanzen nach Klingenthaler Skilegenden.

Unter Tränen weihte Ulrike Gräßler die neue K10 am 24. Januar im Rahmen der Landesjugendspiele Sachsen 2026 offiziell ein. „Es ist für mich eine besondere Wertschätzung, gerade auch die kleinste Schanze zu bekommen, denn hier beginnt der Weg eines Skispringers und einer Skispringerin, wo vielleicht mal etwas ganz Großes entstehen kann“, so die gebürtige Eilenburgerin, die zweimalige Deutsche Meisterin (2003 und 2009) und 2009 erste Vize-Weltmeisterin im Skispringen wurde sowie 2013 Bronze im Mixed-Team bei der WM holte und 2014 bei der Premiere des Damenskispringen bei den Olympischen Winterspielen am Start war.

Die K15-Anlage wird künftig nach dem aus Sohl stammenden Heinz Wosipiwo heißen und die K25 wurde nach dem Rodewischer Henry Glaß benannt – und die größte der vier neu gebauten Vogtlandschanzen trägt nun den Namen des gebürtigen Bad Elsteraners Klaus Ostwald. „Es ist ganz anders als Skispringen und dass ich noch eine Schanze bekomme, hätte ich nicht gedacht“, gesteht der zweimalige DDR-Meister, Silber- und Bronzemedaillengewinner bei nordischen Skiweltmeisterschaften sowie Skiflug-Weltmeister: „Es ist schön, dass ich noch an der Anlage tätig sein kann und ich den Nachwuchssportlern viele Möglichkeiten geben kann, vielleicht auch soweit zu kommen wie ich – und in meine Fußstapfen treten werden.“

Mit den Namensgebungen soll die Klingenthaler Wintersportgeschichte mit Skispringern ein Stück weitergetragen werden, die in den letzten Jahrzehnten dazu beigetragen haben, dass Klingenthal in der weiten Welt des Wintersports immer genannt wurde. „Ich finde es großartig, dass ihr diese Schanzen nach tollen Persönlichkeiten benennt, nach Menschen, die Vorbilder sind und die in ihrem Leben etwas geleistet haben, an denen wir uns orientieren können“, sagt Michael Kretschmer (CDU): „Klingenthal ist einfach eine richtige Wucht und ich bin dankbar, dass wir das zusammen erleben können – ihr seid großartig.“

Besonders freuen konnte sich auch der VSC Klingenthal, der immer wieder für das große Engagement und die Leidenschaft gelobt wurde. „Wir haben als VSC Klingenthal in den letzten 30 Jahren immer alles versucht, den Wintersport nach vorne zu bringen und für unsere Sportler beste Bedingungen zu schaffen“, ist Geschäftsführer Alexander Ziron stolz auf den endgültigen Abschluss der Baumaßnahme, die insgesamt 1,7 Millionen Euro gekostet hat: „Wir sind stolz darauf, dass wir das als Verein schultern konnten und für unsere Sportler vom Bambini bis zum Weltklasseathleten jetzt alle Sportstätten zur Verfügung haben.“

Noch ohne Namen sind die beiden großen Vogtlandschanzen. Diese sollen laut des VSC Klingenthals „ihre Namen in einem eigenen, würdigen Rahmen erhalten.”

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*